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Berichte von Mannschaftskämpfen

Saison 2019/2020 ist gestartet!!! Die 2. Mannschaft macht den Anfang

Rudi Rastlos, der rasende Reporter, alias Manuel K. war vor Ort, und gibt uns folgenden Bericht durch

Packender Saisonauftakt gegen Satranc!

 

Unser Heimspiel gegen den sympathischen, bewusst multikulturell aufgestellten Ehrenfelder Verein endete letztlich etwas unglücklich mit einem Mannschafts-Remis.

 

Euer Berichterstatter hat nicht mitgespielt. Er war diesmal Groupie, Fan, Journalist und eiserne Reserve. Und das ist gut so! Mit Spielern wie mir und Christoph an den Brettern 9 und 10 werden wir nicht mehr, wie in früheren Jahren, bangen müssen, ob wir nicht mal wieder in Unterzahl kämpfen.

 

Eric, unser freundlicher Weise, der freundlicherweise von der 1. Mannschaft zu uns ans erste Brett gekommen ist, hat mit den schwarzen Steinen bereits zu Anfang des Mittelspiels (im Tausch für einen Bauern) Initiative erlangt. Er gewinnt dann sogar eine Figur, wofür der Gegner eine imposante Bauernfaust [<--- Ist dieser Begriff auch aus Hans Kmochs sagenhafter »Kunst der Bauernführung« oder gar aus der Autobiografie von Cassius Clay??? Wissen will’s: Die Red.] im Zentrum erhält. Diese wird jedoch nicht in Bewegung gesetzt. Allzu exponiert ist der weiße König. Eric erhält unwiderstehlichen Angriff, den er konsequent und schnörkellos führt, und sein Gegner gibt kurz vor dem unabwendbaren Matt auf.

 

Doch das war schon der zweite Sieg. Zuvor hatte unser Schachfreund Peter mit den weißen Steinen einen bemerkenswerten Erfolg errungen. Nach einer eigenwilligen Eröffnung mit f3, und ohne übertriebenen Ehrgeiz die Eröffnung abzuschließen, hatte er die Initiative erlangt und kombinatorisch eine Mehrfigur gegen die Qualität gewonnen [Is’n det? Klingt nach zwei Figuren gegen den Turm!? Jedenfalls klingt’s vorteilhaft.] – bei anhaltender Aktivität. Mit taktischem Geschick ist er dann so sehr in Vorteil gekommen, dass der Gegner schließlich die Waffen strecken musste.

 

Unsere Bretter 2 (Daniel mit den weißen) und 3 (Spielführer Jürgen mit den schwarzen Steinen) erlangten beide Remis. Die Eröffnungen zeigten die Unterschiede der Temperamente: Daniel zog nach e4 kühl Sf3 und Lc4, wonach der Gegner in das Zweispringerspiel im Nachzug einlenkte. Jürgen spielte gewohnt positionell und solide. Daniel erarbeitete sich Chancen im Angriff auf die gegnerische Rochadestellung am Königsflügel, die ohne Sf6 auskommen musste, um dann doch in die Punkteteilung einwilligen zu müssen. Jürgen hatte schon drei Bauern mehr(!), als beide Damen sehr aktiv wurden und er letztlich per Dauerschach ins Remis abwickeln musste, um nicht das Risiko einzugehen, einem kaum berechenbaren gegnerischen Konter zu unterliegen.

 

Unser Schachfreund Karl-Heinz spielte am 6. Brett mit den weißen Steinen gegen einen Jungen von geschätzt 11 Jahren und stand zu Anfang des Mittelspiels aktiver. Er gab Schach mit einem Springer, der damit zum unvertreibbaren Vorposten in der gegnerischen Rochadestellung wird. Der junge Schachfreund hatte derweil einen Figurenknubbel an seinem Damenflügel geschaffen, der ihn im entscheidenden Brettabschnitt zur schwächeren Partei machte. Letztlich setzte Karl-Heinz mit seinem weißfeldrigen Läufer matt – das war unser dritter Sieg!

 

Logischer Weise musste es also noch drei Niederlagen geben, damit das 4:4 zustande kommt. Deren erste unterlief Christoph am 8. Brett, obwohl es ihm eingangs des Mittelspiels gelungen war, eine Druckstellung aufzubauen. Er drang sogar mit einem Turm auf die 7. Reihe seines Gegners ein, unterließ es dann aber, die Türme einfach zu verdoppeln, weil er Möglichkeiten mit Leichtfiguren sah. Er schuf damit taktische Verwicklungen, die er selber ebenso wenig durchschaute wie euer Berichterstatter, und musste letztlich nach einem demaskierenden Läuferschach seines Gegners wegen unabwendbarem gravierenden Materialverlust die Waffen strecken.

 

Unser Schachfreund Kurt kam am 7. Brett nicht in die Art von Stellungen mit aktiven Möglichkeiten, die ihm behagen und die er traditionell kreativ und angriffslustig behandelt. Stattdessen schuf er eine schwarzfeldrige Bauernkette, hinter der sein schwarzfeldriger Läufer zur Passivität verurteilt war. Sein Gegner konnte dann überwältigenden Druck aufbauen. Ich notierte noch: »Türme verdoppelt auf zweiter Reihe plus vernichtende Damenschachdrohung. Das ist zu viel!« Dann blickte ich auf und sah, dass Kurt aufgegeben und seinem Gegner zum Sieg gratuliert hatte.

 

Wenn ich aber sage, dass wir den Mannschaftssieg etwas unglücklich verpasst haben, dann meine ich die Niederlage von unserem Schachfreund Heinrich, der, gelinde gesagt, kaum noch als jugendlicher Nachwuchsspieler durchgehen würde. Trotzdem spielte er noch – einmal mehr -, als alle anderen schon fertig waren. Mit seiner sprichwörtlichen Zähigkeit hatte er eine Stellung mit reduziertem Material erreicht, die mindestens ausgeglichen war. Sein Gegner meinte zwar danach, er selber hätte besser gestanden – wegen eines Freibauern, der mir eher wie ein potenzielles Angriffsobjekt vorkam –, aber das scheint mir strittig.

 

Jedenfalls blieb Heinrich hochkonzentriert und musterte die Stellung, während seine Zeit bis zur ersten Zeitkontrolle ablief. Er war im Glauben gewesen, seinen 40. Zug bereits ausgeführt zu haben, während er in Wirklichkeit nur Zug Nr. 39 ausgeführt hatte. Der Gegner reklamiert Zeitüberschreitung, und peng! Verloren, wie schade. Ein halbes Pünktchen aus dieser Partie hätte uns zum Mannschaftssieg gereicht...

 

Christoph guckt bereits frohgemut nach vorne:

Ich freue mich bereits jetzt auf die 2. Runde! Denn dann ist die 1. Runde schon wieder vier Wochen her...

 

 

Nachbereitung zum letzten Saisonmannschaftskampf der ersten Mannschaft vom 19. Mai 2019

 

Oli fasst zusammen:

Finaler Freundschaftskampf für uns, gleichzeitig für unsere Kontrahenten die letzte minimale Chance, das Unheil eines Abstiegs noch abzuwenden. Doch bereits in der Anfangsphase schien sich die Waage in unsere Richtung zu neigen. Durchweg gute Stellungen mit Gewinnpotential stellten sich ein. Nach und nach ging dann auch Punkt um Punkt an unser Team, abgesehen vom Geschenk, das Eric seinem Gegner machte. Diesmal hatte ich die Ehre, die letzte Partie beenden zu dürfen. Nach einem guten Start mit bequemer weißer Position entglitt die Partie im weiteren Verlauf etwas, und es entstanden Möglichkeiten für ein ordentliches Spiel auf des Gegners Seite. Mit knapper werdender Bedenkzeit jedoch wurde dieses Potential glücklicherweise nicht voll ausgeschöpft, und nach einigen postum bewertet doch zu oberflächlichen Zügen meinerseits pendelte die Partie mehrfach zwischen Remis und vollem Punkt, letztlich mit dem für mich angenehmeren Ende.

 

Joram nahm das Geschehen so wahr:

Der letzte Kampf lag erst zwei Wochen zurück, und schon durften wir wieder ’ran. Aber auch im Schach gilt eben »Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!«.

Den Verlauf bekam ich in etwa so mit: Oli hatte als Weißer etwas, das wie ein klassischer Königsinder wirkte; das Typische halt: Weiß hat Druck mit eventuellen Eindringmöglichkeiten am Damenflügel im Austausch für einen Bauernsturm des Schwarzen am Königsflügel. Das erfordert durchweg viel Sorgfalt und Kaltblütigkeit mit Weiß, hat aber den praktischen Vorteil, dass nahezu immer ein dynamisches Ungleichgewicht auf dem Brett entsteht, sodass Luft in der Partie drin ist und man etwas versuchen kann.

Für Brett 3 gilt immer noch der alte Sepp-Herberger-Klassiker: »Bei Uli geht’s rund, und das Spiel dauert 90 Minuten!« Ich hatte mich noch gar nicht richtig hingesetzt, da war’s bei Altmeister Vogel am Nebenbrett schon wieder vorbei – mit Figurenopfer und Feuerwerk. Wie der junge Cassius Clay sucht Uli die Entscheidung immer schon direkt nach dem ersten Gong, quasi bevor der Gegner den Mundschutz zurechtgerückt hat.

[Anmerkung der Redaktion: Uli selbst spielte die Leistung bescheiden herunter und mutmaßte gar, die Partie könnte irgendwo und irgendwann schon einmal von Anfang bis Ende identisch so gespielt worden sein! (Hoffentlich wird er nun nicht von seinem Gegner mit Plagiatsvorwürfen vor den Internationalen Schachgerichtshof in Amsterdam gezerrt…)]

Erics Gegner opferte im mittleren Mittelspiel plötzlich zwei oder drei Bauern schnell hintereinander, für mich ohne erkennbare Kompensation. Ich war daher optimistisch und sah Eric auf der Siegerstraße, musste aber später mitbekommen, wie es dem Gegner überraschenderweise doch noch gelang, den König von der Grundreihe zu vertreiben und mit Springer und zwei Türmen ein Mattnetz zu knüpfen. Ärgerlich!

Mario hatte diesmal mit Weiß gegen Wolga-Benkö-Artiges anzugehen und geriet für seinen Mehrbauern unter Druck. Ob der Gegner etwas Greifbares hatte, konnte ich von außen nicht beurteilen. Aber gefühlt hätte ich lieber Schwarz genommen. Dann gab Mario eine Qualität, und es wirkte so, als ob der Gegner daraufhin konkret vorne lag. Später erfuhr ich, dass es erstens Remis geworden war und dass zweitens am Schluss wohl eher Mario auf Gewinn hätte spielen können. Kannze ma sehn!

An Brett 7 war mit Weiß Jochen eingesprungen und konnte irgendwann im Mittelspiel dem Gegner den h-Bauern abkombinieren, wofür dieser dann in der Mitte einen freien d-Bauern erhielt. Schwierig zu beurteilen, wer bei diesem Tausch besser abgeschnitten hatte. Beide hatten Dame, Turm und fünf Bauern, Schwarz hatte noch einen Läufer, Weiß einen Springer. Jochens Springer wirkte etwas besser, weil der Läufer auf e6 passiv stand und zunächst nur den Bauern d5 deckte. Andrerseits hatte der Läufer aufgrund der offenen Bauernstellung auch noch Potential. Würde es bei Jochen für einen durchschlagenden Königsangriff reichen? Oder würde der Gegner es schaffen, vorher seinen Freibauern gefährlich auf Trab zu bringen? Die Antworten auf diese Fragen bekam ich leider nicht mit, denn bei mir am Brett wurde die Zeit knapp und ich konnte eine Weile nicht kiebitzen. Als mein Spiel fertig war, war Jochens Partie bereits als Remis verbucht.

Am achten Brett half netterweise Arnold, unser Neuzugang in der zweiten Mannschaft, aus. Mit einer DWZ, die munter in Richtung 2200 spaziert, ist er für das 8. Brett in der Verbandsliga natürlich ein ziemliches Schwergewicht. Recht früh konnte er seinem Gegner in kurzer Folge drei Bauern abnehmen, blieb weiterhin sorgfältig und bewies gute Technik. Kurz, er ließ bei der Umwandlung des Vorteils in einen Sieg nichts mehr anbrennen.

In meiner Partie stand ich nach 5 (Betrag in Worten: fünf) Zügen auf Gewinn, weil mein Gegner inkorrekterweise eine Leichtfigur gegen zwei Bauern zum Opfer angeboten hatte. Ich hätte dabei die Rochade aufgeben müssen, dennoch roch es verführerisch-verlockend, und der Computer hat später meine Vermutung bestätigt, dass man das Opfer gut hätte annehmen können. Hier war also meine Chance, einmal wenigstens vor Uli fertig zu sein!!! Doch nach reiflicher Überlegung entschloss ich mich, einen ruhigeren Weg zu gehen. Man fürchtet den eigentlichen Tod ja irgendwie weniger als ein langes, qualvolles Leiden – und das Annehmen des Opfers sah zwar korrekt, aber auch nach potentiell langem Leiden aus…

Im 12. Zug dann offerierte mein Gegner einen Bauern zum Tausch, hatte aber übersehen, dass er gar nicht wiedernehmen konnte, weil sonst dreizügig eine Leichtfigur abhanden gekommen wäre. So musste er mit einem Minusbauern und schlechterer Stellung weiterspielen. In beiderseitiger Zeitnot, als ihm durch eine Springergabel auch noch eine Qualität verloren gehen musste, wollte mein Gegner – so erkläre ich mir das – mich mit einem besonders schnellen Zug zum Mitblitzen verleiten, um per Fesselung meine Dame zu erobern. Dabei hat er allerdings ein einzügiges Matt zugelassen.

Nun stand es 4:2 für uns (nach alter Zählweise; nach der neuen Zählweise lagen wir vermutlich hinten), und an Brett 6 wurde diesmal Jürgen A. zum Matchwinner, als er dem Gegner einen Offizier abknöpfen und dann schnell den kampfentscheidenden Punkt klarmachen konnte.

Die letzte Partie, die noch lief, war dann die von Oli an Brett 1. Und der Gegner verlangte Oli auch trotz diverser Wenigerbauern eine sehr genaue Abwicklung und präzise Berechnungen ab. Zu unser aller Freude rechnete Oli bis zum Schluss sehr akkurat, graste weiter hie und da Bauern ab und konnte souverän die Mattgespenster des Gegners verscheuchen. Als auf dem Brett kein Gegenspiel mehr zu sehen war, gab sein Gegner auf, denn das Materialübergewicht von Oli hätte schnell den Ausschlag gegeben.

 

6:2, das war ein schöner Abschluss für eine auch insgesamt sehr erfreulich verlaufene Saison, und zusammen mit Iron-Ersatz-Man Ralph, der zum Kiebitzen vorbeigekommen war, ging es noch für ein paar von uns zum Mello, um den Kampf und die Saison mit einem Feuchtgetränk (oder vieren) zu begießen.

Saisonfazit aus meiner Sicht:

Mein privates Ziel vor der Saison war gewesen, keine Partie auf Zeit zu verlieren, was auch gelungen ist. Trotzdem gab es bei mir für meinen – und Marios – Geschmack zu viele extreme Zeitnotphasen; das kann und soll noch besser werden.

Die Mannschaft als Ganzes hat sich meiner Meinung nach super verkauft, es waren viele spannende Kämpfe dabei, und hätten wir in Langenfeld nur einen halben Brettpunkt mehr gehabt, dann hätten wir die Liga sogar gewonnen. Ein halbes Pünktlein wär’s gewesen, doch es hat diesmal nicht sollen sein. Aber hey – aufgestiegen sind wir ja dennoch, und als Trostpflaster haben wir von allen Teams die meisten Brettpunkte gesammelt. 2019/2020 kann also kommen…

 

Christophs abschließende Worte:

Schöne Saison! Außer vom Schachlichen her. Jetzt Sommerfest!

 

Stimmen zu den Kämpfen der ersten und zweiten Mannschaft vom 5. Mai 2019

Beginnen wir bei diesem Bericht aus gutem Grund mit der Zweiten. Sie musste in der letzten Runde in kalte Gefilde, nach A-Lasker. Direkt aus der Höhle des Schneelöwen schreibt unser dortiger Korrespondent

 

Manuel:

Grund zur Freude

In meinem letzten Bericht hatte ich Lasker IV empfohlen, sich warm anzuziehen. Meinem Rat wurde aber nicht in ausreichendem Maße entsprochen, denn wir haben gegen diese in der Tabelle viel höherstehende Truppe gewonnen, und das obwohl unsere Brett-1- und Brett-2-Spieler Carlos und Daniel diesmal verhindert waren! So bleiben wir also in der Bezirksklasse!

Zunächst mal hatten unsere GegnerInnen das Pech, das wir in dieser Saison auch das eine oder andere Mal hatten: ihr Brett 8 blieb unverhofft unbesetzt, und so musste unser Schachfreund Jürgen Fessel nur das unwiderlegliche c4 ziehen, und schon hatten wir unseren ersten Sieg sowie – gemäß der neuen Regelung – noch einen Brettpunkt Vorteil zusätzlich.

Dann ging es erstmal Schlag auf Schlag. Christoph, ungewöhnlich hoch an Brett 6 sitzend, meldete recht früh seinen zweiten Sieg in Folge. Er hatte das bessere Bauernendspiel erwirtschaftet und spielte das souverän nach Hause. Kurz darauf meldete Peter, der letztes Mal mit einem Überseher Pech gehabt hatte, ebenfalls Vollzug. Dieses Spiel konnte ich gar nicht verfolgen, aber dem Vernehmen nach gelang es ihm, eine gegnerische Figur völlig auszusperren. Arnold brauchte etwas länger und gewann seine Partie ebenfalls souverän – wie fast immer in dieser Saison, denn er ist sehr spielstark für diese Klasse. Seine Gegnerin hielt im Mittelspiel dem Druck nicht stand.

Damit waren wir wegen der neuen Regelung schon durch – der Mannschaftssieg war klar! Das heißt aber nicht, dass alle andern von uns nun in Frieden verloren hätten. Wir hatten noch einen Bretterfolg: Heinrich spielte Caro-Kann und gewann am Schluss mit bewunderungswürdiger Geduld und exakten Zügen ein überlegenes Springerendpiel.

Euer Berichterstatter hingegen hat leider etwas gepatzt. Ich brachte in überlegener Stellung ein sofort verlierendes Springeropfer, das mich zu Unrecht gereizt hat. Dabei hab’ ich gegen eine Faustregel verstoßen, die ich mir eigentlich selber immer wieder vorsage: auf den Händen sitzen und rechnen, wenigstens alle Schachgebote (und einzügigen Mattdrohungen), gerade auch die des Gegners. Das Ganze hätte ja geklappt, wenn’s bloß im Schach Schlagzwang geben würde…

Jürgen Bongartz, ganz ungewöhnlich auf Brett 1, verlor seinerseits ohne krasse Fehler und nach hartem Kampf ein schlechteres Endspiel. Karl-Heinz – der ebenso wie Jürgen Fessel freundlicherweise eingesprungen war – verlor auch, obwohl er mit weniger Material kreativ genug war, mittels eines Freibauern und seiner verwaisten Dame noch Initiative zu erhalten, die allerdings dann bedauerlicherweise nicht reichte.

Egal! Wir lernen aus unseren Fehlern und freuen uns wie die Schneekönige über den Klassenerhalt!!

 

Jürgen F. erzählt:

Zwar befand sich der Spielraum in der zweiten Etage, aber wenigstens war er per Aufzug erreichbar, was eine Bergtour zum Wachwerden erübrigte.

Der Raum war ausreichend hell und groß, sodass jede Spielpaarung einen eigenen Tisch zur Verfügung hatte, mit viel Platz, um z. B. Getränke abzustellen. Vom Ambiente her also überaus angenehm. Im Erdgeschoss befindet sich ein Bistro, wo man sich bei moderaten Preisen versorgen konnte. Ich hab’s überprüft: Der Kaffee schmeckt sehr gut ;-). Einzig die Parkplatzsituation in der Gegend ist gewöhnungsbedürftig, was aber natürlich in vielen Bereichen Kölns der Fall ist.

Da mein Gegner es vorgezogen hatte, nicht zu erscheinen – mein 1. c4 als Eröffnung hatte ihn wohl verschreckt – habe ich mich dann auch nach einer Stunde verdrückt. Zu dem Zeitpunkt waren die Partien noch recht ausgeglichen. [Schachgeschichtliche Anmerkung der Redaktion: auch unserem ehemaligen Mitglied Bobby Fischer gelang es 1970 beim Interzonenturnier in Palma de Mallorca, in der letzten Runde seinen Gegner, den argentinischen Großmeister Óscar Panno, mit 1. c4 dermaßen einzuschüchtern, dass dieser vor Schock dem Brett fernblieb und den Punkt freiwillig konzedierte. Oder so ähnlich.]

 

Peter gibt zu Protokoll:

Der Kölner SK Dr. Lasker 1861 ist der älteste Kölner Schachverein, etliche Jahre älter als der Kölner Schachverband von 1920. Im Jahre 1861 fand in Düsseldorf ein Schachkongress statt, an dem die beiden (bekannten) Kölner Problemkomponisten Johannes Kohtz und Carl Kockelkorn teilnahmen. Danach beschlossen diese, auch in Köln eine Schachgesellschaft zu gründen (»Vereine« gibt es erst seit Einführung des BGB im Jahre 1900).

Die Spielstätte des altehrwürdigen Vereins war nicht besonders gastfreundlich, aber vielleicht hatte man nur einen Verlegenheitsraum zur Verfügung stellen können. Es gab keine Getränke zu kaufen. [Anmerkung der Redaktion: das mit dem Bistro, s. o., war dann wohl seitens der Gastgeber nicht perfekt kommuniziert. Zum Glück konnte Peter seine Partie vor einer etwaigen Dehydratation gewinnen…]

Zu meiner Partie: ich wählte als Schwarzer die Gubinsky-Melts-Variante der Skandinavischen Verteidigung (3. … Dd6). Meines Wissens hat mit dieser Variante der damalige Weltmeister Kramnik als letzter Spieler einen Großrechner bezwungen. Nach 14 Zügen stand es ausgeglichen, im 15. Zug spielte Weiß ungenau und im 17. Zug dann wurde die Partie durch einen groben Fehler von Weiß, nach dem ich die Damen tauschen und mit meinem Turm auf die gegnerische Grundreihe eindringen konnte, entschieden. Da sein Läufer auf c1 an den Turm auf a1 gefesselt war und ein zweiter Bauer undeckbar war und verloren gehen würde, war die weiße Position hoffnungslos und mein Gegner gab zu Recht an der Stelle die Partie auf. In Sachen grobe Fehler konnte ich mich in Schachfreund Vetter, meinen Gegner, hineinversetzen: erst in der 8. Runde hatte ich ein einzügiges Selbstmatt fabriziert...

 

Christophs Kommentar zur letzten Runde war am Tag selber recht eindeutig:

»Wir haben sie massakriert bis zur Unkenntlichkeit, haben ihnen die Gedärme ’rausgerissen und ihnen ein neues Arschloch geschnitzt. Mögen ihre räudigen Kadaver in der gleißenden Sonne der Kölner Südstadt dem Heißhunger der kreisenden Aasgeier anheimfallen!«

Ein kleiner Spaß! Der geneigte, aber auch der senkrechte Leser möge sich an dieser Stelle beruhigen. In Wirklichkeit war Christophs O-ton geringfügig (hihi) sanfter, die Freude über die letztsekündliche Rettung der Mannschaft stand ihm ins Gesicht geschrieben, und er stimmte mit seinen Teamkollegen überein, dass es sich doch sehr gelohnt hatte, am letzten Spieltag noch einmal alles zu geben. Woll’n hoffen, dass die Erste sich am kommenden Sonntag daran ein Beispiel nimmt und die Saison ebenfalls zu einem schönen Abschluss führen kann.

 

Erleichterung allenthalben: Die Erste sichert den Aufstieg

Zum Kampf der Ersten gegen die oberste Garde der Bergischen Schachfreunde kommentiert

 

Uli:

Nun denn.....

Bei meiner Partie konnte ich zu meiner positiven Überraschung bald feststellen, dass mein Gegner (der bislang eine grundsolide Saison gespielt hatte) diese Caro-Kann-Variante nicht sonderlich gut kannte. Nach einem Fehler meines Gegenübers im 12. Zug sowie einer Ungenauigkeit im 13. Zug konnte ich nicht nur einen gesunden Bauern einheimsen, sondern auch die Initiative behalten. Als dann drei Züge später noch eine kleine Abtauschoperation anstand, war die Partie auch schon vorbei. Vielleicht etwas früh aufgegeben, aber mein Gegner war auch sichtlich unzufrieden mit dem Spielverlauf.

Das Gute an der Partie: Ich war früh fertig. Das Schlechte an der Partie: Ich war früh fertig....

So einen entscheidenden Mannschaftskampf zweier gleichwertiger Mannschaften 3–4 Stunden beobachten zu dürfen (oder müssen), ist wohl auch nur für einen neutralen Beobachter unterhaltsam. Zum Beispiel weiß ich gar nicht, wieso Ralph permanent versucht, meine mühselig erworbenen Schachkenntnisse zu torpedieren. An seinem Brett war anscheinend bei beiden Spielern von Anfang an das Visier ’runtergeklappt worden. Direkt aus der Eröffnung heraus kam es da zu einem wilden Handgemenge (»Strategie ist vollkommen überbewertet«). Diesmal jedoch hatte sich unser Ralph selbst ausgedribbelt und musste einen Bauern spucken. Danach allerdings hat er richtigerweise den enstandenen gegnerischen Freibauern auf der b-Linie komplett blockiert und anschließend zusätzlich an einer Remisschaukel gebastelt.

Das absolute Highlight war natürlich die Partie von Mario. Er wird sicherlich selber zugeben müssen, dass das wohl der so ziemlich schlechteste Läufer seit Jahren gewesen ist. Aber dann......

Keine Ahnung was die Engines zu Marios e5 sagen....für mich war das der Zug der Saison – und wenn es nur wegen der psychologischen Wirkung war, die sich dann einstellte. Bemerkenswert, wie sich diese Partie in kürzester Zeit komplett drehte. Ganz großes Kino.

Wie eigentlich immer, war auch bei allen anderen der Kampfgeist wieder großartig! Trotzdem werde ich wohl zukünftig meine Partien eher so wie Joram anlegen....das ist einfach besser für meine Nerven.

 

Joram antwortet:

Ich weiß, was Du meinst, Uli, obwohl die nervliche Anspannung bei mir gefühlt bestimmt ähnlich ist. Zusätzlich muss ich neidvoll einräumen, dass Du praktisch jedes Mal vor mir fertig bist. Von daher weist Deine Spielweise eine viel höhere Effizienz auf und resultiert ergo in einem deutlich besseren Stundenlohn…

Mir stellte sich der Kampf beim ersten Rundgang so dar: Oli spielte Sizilianisch und schien von seinem Gegner am Königsflügel nicht ernsthaft in Bedrängnis gebracht zu werden. Am Damenflügel war eher er am Drücker, deshalb sah ich an Brett 1 für uns wenig Gefahr und durchaus Chancen auf einen vollen Punkt. Uli hatte schon sehr früh einen Turm auf g2 stehen (er hatte Schwarz!), das sah nicht gut aus für seinen Gegner. Zwei Rundgänge später war die Partie dann auch schon vorbei. Eric war mit Weiß in einer Wolga-Benkö-Bauernstruktur (allerdings ohne den Mehrbauern) ziemlich unter Druck. Das letzte Mal, dass ich dann gucken konnte, schien es so, als ob der b2 fallen müsste. Ralphs Partie hat Uli schon zusammengefasst, Jürgen A.s Partie sah ausgeglichen aus, auch wenn er etwas Raumnachteil hatte. Sie war dann jedoch recht plötzlich vorbei, als sein Gegner unter Qualitätsopfer einen Freibauern auf der sechsten Reihe erzeugen konnte, der kurz darauf einen Turm kosten sollte.

An Brett 2 schien sich mein Gegner in der Eröffnung besser auszukennen als ich, doch im 12. Zug unterlief ihm eine Ungenauigkeit, die ich folgerichtig geahndet habe. Ab da hatte ich das druckvollere Spiel am Königsflügel, er konnte quasi nur reagieren, und es gelang ihm nicht, nennenswertes Gegenspiel zu organisieren. In beiderseitiger Zeitnot folgten dann zwei Überseher, erst einer von mir, dann einer von ihm. Wie Tartakower sagte: der vorletzte Fehler gewinnt… (Und ausnahmsweise blieb ich auch mal unter 60 Zügen. Yeah!)

Bleiben noch die Partien von Andreas und Mario. Andreas hatte, als ich nach Beendigung meiner Partie das erste Mal wieder guckte, im Endspiel drei Bauern weniger, von denen zwei verbunden am Damenflügel durchzulaufen schienen. Konnte der gegnerische König auf den hinteren beiden Reihen mit Turm und Läufer in ein Dauerschach gezwungen werden? Nein, leider nicht; als der schwarze König sich anschickte, zum Damenflügel zu entkommen, war die Partie vorbei.

Nun stand es 3:4 gegen uns, und Mario spielte noch. Sein Läufer hatte anfangs der Partie dermaßen schwach ausgesehen – Schachfreund Uli berichtete –, dass es bequem auch für zwei Partien gereicht hätte. Eigentlich war allen Betrachtern klar, dass ein Remis an diesem Brett schon einen ziemlichen Erfolg darstellen würde. Doch Mario machte in dieser schwierigen Lage seinem Namen alle Ehre und erfand den »SCHWARK-Läufer«, der erst extrem SCHWach ist und dann bärig stARK wird. Unter Bauernopfer wurde also der Läufer aktiviert, und durch vorsichtiges, sauberes Manövrieren mit beiden Türmen und dem nun befreit aufspielenden Läufer konnte Mario die Lage auf dem Brett umkrempeln. Diese aufregende Partie, vom Volksmund inzwischen schlicht »Das Wunder von Humboldt-Gremberg« getauft, brachte den Kampf also auf einen Endstand von 4:4, was bedeutet, dass uns der Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse nicht mehr zu nehmen ist!! (Glückwunschkarten und Pralinenschächtelchen bitte zwanglos beim Mannschaftsführer abgeben!)

Und wenn unsere direkten Konkurrenten am letzten Spieltag beide patzen sollten während wir simultan unseren Kampf gewinnen, dann…, ja dann ist sogar der Aufstieg um zwei Klassen drin. Zugegeben, die Chancen sind, wie Mello sagen würde, gastronomisch klein, doch man hat ja bekanntlich schon Apotheker Kartoffelchips essen sehen…auf dem Weg zum Kuhstall!

 

Mario selbst sah seine Partie so:

Mein Gegner war mit 2005 DWZ nominell der zweitstärkste Spieler der BSF. Mein Bestreben war, mit Schwarz ein Remis zu spielen. Er zog d4, und sofort begann ich, mich wohl zu fühlen. Nach erzwungenem Damentausch bot ich ihm im 16. Zug Remis an. Er reagierte nicht und zog ohne Kommentar. Die Stellung hatte remisliche Tendenzen vom Material her, aber ich hatte einen eingesperrten Läufer auf c8. Nicht schön. Er knetete und knetete die Stellung. Dann gelang es mir, mit dem Bauerzug e6-e5 (geopfert) meinen Läufer zu befreien, der dann zur stärksten Figur mutierte. Mein Gegner hatte zwei Türme, einen Springer, mehrere Bauern; ich hatte zwei Türme, einen nun befreiten Läufer, der sofort ebenfalls einen Bauern eroberte, und mehrere Bauern.

Nun hatte ich auf der h-Linie einen Freibauern mit Turm dahinter. Mein Gegner war gezwungen, in den Verteidigungsmodus umzuschalten, was ihm aber gar nicht gelang. Er bot mir beim Stande von 3:4 aus unserer Sicht zaghaft ein Remis, doch ich teilte ihm mit, dass ich noch ein bisschen weiterspielen möchte. Ich gewann dann noch einen Bauern, weitere von ihm wären nun ebenfalls gefallen, und so gab er im 66. Zug in einer hoffnungslosen Stellung notgedrungen auf.

 

Olis Eindrücke vom Kampf:

Letztlich nach suboptimalem Spielverlauf mit Glück noch das Unentschieden gesichert, faktisch wäre aber auch mehr drin gewesen. Sehr schöne Partien von Uli und Joram, und von Mario in schwieriger Stellung ein starker Kampf, der mit etwas Fortuna Mario dann sozusagen zum Matchwinner und Aufstiegsmacher krönte. Die drei Niederlagen wirkten, vielleicht auch aus einer falschen subjektiven Wahrnehmung, nicht direkt zwingend. Jürgen stand scheinbar gut, Andreas zumindest ausgeglichen und Eric zwar gedrückt, aber nicht unbedingt verloren. Ralph hielt mit Minusbauern nach aktiver Verteidigung souverän das Remis, und das Unentschieden an Brett 1 ging nach ordentlichem Spiel von beiden Seiten völlig in Ordnung. Bleibt uns somit nur noch, sich auf den kommenden letzten Kampf in schöner Umgebung bei den SF der BSG Rheinpark zu freuen.

 

Eindrücke von den Kämpfen der ersten und zweiten Mannschaft vom 7. April 2019

Andreas:

Nach der Begrüßung und nachdem dann alle ihren Platz gefunden hatten (auch Ralph, der sich zuerst an mein Brett setzte), fand ich doch, dass mit 32 Schachspielern die Räumlichkeiten an ihre Kapazitätsgrenzen kommen. Gut, dass schönes Wetter war und wir uns außerhalb bewegen konnten.

Von den einzelnen Begegnungen habe ich nicht so viel mit bekommen, daher nur eine kurze Zusammenfassung:

Das abrupte Ende von Ulis Partie und die damit bei mir verbundene Überraschung, Ralphs relativ schnelles Remis, und dann war ich mit meiner Partie beschäftigt.

Ich konnte einen Bauern in der Eröffnung gewinnen. Mein junger Gegner verteidigte sich gut, und meine Pläne waren nicht zwingend genug. Ein zu früher Bauernvorstoß, mein noch nicht ins Spiel gebrachter König – und schon war der Mehrbauer weg. Sein damit verbundenes Remisangebot nahm ich mit einer gewissen Enttäuschung an, denn ich war vorher guter Hoffnung gewesen, meinen zweiten vollen Punkt in der Saison erzielen zu können.

Aus der zweiten Mannschaft nahm ich den Sieg von Christoph und die Verluste von Peter und Jürgen Bongartz wahr sowie Daniels Kampf um ein Remis. In einem reinen Damenendspiel mit drei (?) Bauern weniger suchte er das Dauerschach, fand es nicht und verlor.

Das dadurch feststehende 4:4 setzt die zweite Mannschaft unter Druck, denn nun muss im letzten Punktspiel mindestens ein Punkt gegen den Tabellenzweiten her.

 

Oli:

Der Gegner Porz III, gespickt mit jungen aufstrebenden Schachtalenten, die in der Regel deutlich stärker sind, als es die Wertungszahl vermuten lässt, nötigte mir im Vorfeld einigen Respekt ab. Umso erstaunter war ich dann, als die Partien nicht in eröffnungstheoretische Schlachten ausarteten, sondern sich eher ruhig entwickelten und damit uns, den erfahreneren Spielern, in die Karten spielten. Während des weiteren Verlaufes neigte sich die Waagschale auch deutlich zu unseren Gunsten. Dass es am Ende unglücklicherweise doch nicht zum Sieg reichte, ist zwar schade, aber kein Beinbruch. Schließlich hatten wir gegen Leverkusen das Glück auf unserer Seite und besitzen für die kommenden beiden Kämpfe eine relativ gute Ausgangsposition.

 

Mario:

Ich hatte einen ca. 20–25jährigen Gegner. Als Schwarzer kam ich gut aus der Eröffnung ’raus, meine Dame hatte sich bei seinem rochierten König in Opposition eingenistet. Nach einigem Abtauschen von seiner Seite kam ich trotzdem zu Dame h2 Schach, sein König konnte sich aber in die Mitte retten. Zum Schluß blieb mir nur Dauerschach, sonst wäre sein Freibauer durchgelaufen. Fritz gab von Anfang bis Ende remisliche Tendenzen. Mein Gegner hat mir 5-mal Remis angeboten während der Partie.

 

Eric:

Aus meiner Sicht haben wir einen spannenden Wettkampf gesehen, bei dem wir früh eine überraschende Niederlage am dritten Brett hinnehmen mussten. Nach einigen Remisen an den hinteren Brettern und dem Sieg von Jürgen, sah es aus meiner Sicht schon wieder ganz ordentlich aus, da Oli am ersten Brett auf Sieg und Joram auch solide stand. Ich konnte aus meiner etwas besseren Bauernstruktur im Endspiel kein Kapital schlagen und bot Remis an. Kurz vor der Zeitkontrolle kippte unsere Partie am zweiten Brett, wonach das 4:4 feststand.

 

Ralph:

Mein Remis wurde vom Gegner angeboten bei meinerseitigem Zeitnachteil (ca. 20 zu ca. 40 min, soweit ich mich erinnere). Da ich stellungstechnisch auch eher eine etwas nachteiligere/passivere Stellung hatte – es war aber für beide noch alles drin – und es an den anderen Brettern insgesamt okay für uns aussah, dachte ich »½ Punkt in der Hand...«.

 

Joram:

Ich habe irgendwann gesehen, dass Oli eine Qualität mehr, Jürgen A. ein vorteilhaftes Doppelturmendspiel und Uli eine druckvolle Stellung hatte. Ansonsten hatte ich Hoffnung bei Andreas mit seinem Mehrbauern, obwohl da noch Arbeit zu tun war. Die anderen Partien wirkten auf mich beim Kiebitzen alle relativ ausgeglichen. Jürgen A. und Oli zeigten beide im Laufe des Nachmittags gute Technik und konnten ihre Vorteile in Siege ummünzen.

In meiner Partie kam ich gut aus der Eröffnung und meine Gegnerin bot mir nach 19 Zügen Remis an. Da ich einen besseren Läufer besaß, Initiative und Raumvorteil hatte, wollte ich noch spielen. Relativ lange konnte ich den Vorteil halten/verwalten/ausbauen. Dann bin ich allerdings zwei mal falsch abgebogen, und ab da spielte meine Gegnerin bis zum Schluss konzentriert und technisch sehr sauber, sodass sie völlig verdient gewonnen hat.

Nach dem grandiosen achten Spieltag, als alles für uns lief, wirft uns dieses 4:4 nun etwas zurück, vor allem weil in Sachen Aufstieg bei Gleichstand nicht Brettpunkte, sondern der direkte Vergleich den Ausschlag geben. Das bedeutet, dass wir zwar an den Bergischen Schachfreunden noch aus eigener Kraft vorbeiziehen können, die Langenfelder allerdings müssten noch (Mannschafts-)Punkte abgeben, was bei ihrem Restprogramm nicht sehr wahrscheinlich ist. Doch warten wir’s ab…

 

Zum Kampf der zweiten Mannschaft schreibt

Manuel:

Dieses Match in der Bezirksklasse Ost war spannend bis zur letzten Partie. Leider haben wir nur ein Mannschaftsremis herausgeholt. Das lässt fürchten, dass wir in die Erste Kreisklasse absteigen könnten, wo nur noch 6er-Mannschaften antreten. Aber noch ist nichts verloren: eine Runde steht noch aus. Gegen formell bessere Gegnerschaft, aber das muss uns nicht unbedingt aufhalten. Wir sind besser als unsere Wertungszahlen!

Was nun diesen Sonntag betrifft, so hat mich besonders gefreut, dass unser Brett 8 gewonnen hat, unser Schachfreund Christoph, dessen Gegner dabei mit ein zwei Patzern mitgeholfen hat, wie könnte es anders sein. Zweitens hab ich ein Remisangebot angenommen mit zu Unrecht schlechtem Gewissen – nachdem mein Spiel mit Schwarz zur Kontrolle der c-Linie in einen Generalabtausch der Schwerfiguren gemündet war –, weil der Compi danach meinte, das entstandene Endspiel mit jeweils zwei Leichtfiguren sei tatsächlich totremis gewesen. Schade übrigens, dass unser Schachfreund Peter in überlegener Stellung durch einen Überseher verloren hat.

Was aber auch schade ist: in den letzten beiden Runden hatten wir durch blöde Zufälle jeweils einen Spieler zu wenig am Start. Das wird ja mit der neuen Regelung strenger bestraft als früher. Sonst hätten wir sehr wahrscheinlich etwas mehr gepunktet.

Aber egal! Wir trainieren alle eifrig weiter und bereiten uns auf ein »Endspiel« vor, für das sich die gegnerische Mannschaft warm wird anziehen müssen...

 

Christoph ergänzt:

Gegner stellt im 10. Zug die Dame ein :D. Habe dann auf Matt gespielt, anstatt einfach zu tauschen.

Ansonsten war es nett, alle mal wieder zu sehen!

 
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